Zur Person

Ich bin 42 Jahre alt und wurde in Gotha (Thüringen) geboren. Die meiste Zeit meiner Kindheit und Jugend verbrachte ich in Schwedt/Oder. Dort besuchte ich zunächst die POS und nach der Wende das Gymnasium. Neben der Schule galt mein Hauptinteresse dem Fussball und dem Journalismus. So spielte ich u.a. für Chemie PCK, Vorwärts, VfB und City 76 Schwedt. Von der Kreisklasse bis zur Bezirksliga war ich in allen Spielklassen aktiv. Die meiste Zeit war jedoch der SFC Dynamo (später SFC 90) meine sportliche Heimat, ein Verein den ich bereits zu DDR Zeiten als Freizeitmannschaft gegründet hatte und den wir nach 1989 mit Hilfe unserer Eltern in den regulären Juniorenspielbetrieb überführt hatten. Um mein journalistisches Interesse auszufüllen, schrieb ich für die Lokalredaktion der Märkischen Oderzeitung über Sportereignisse und Themen die Jugendliche interessieren. Nach dem Abitur absolvierte ich meinen Zivildienst im Alten- und Pflegeheim des DRK. Auf der Suche nach dem richtigen Beruf half mir schließlich eine Familientradition. Bereits Groß- und Urgroßväter waren Eisenbahner gewesen und so nahm ich Mitte der neunziger Jahre meine kaufmännische Ausbildung bei der DB AG in Erfurt auf.

Vor 18 Jahren kam ich nach Schwerin. In meiner neuen Firma begann ich als Telefonagent, qualifizierte mich und arbeitete später in verschiedenen Abteilungen als Teamleiter. Parallel studierte ich einige Semester Politik und Geschichte an der Fernuniversität Hagen sowie bei bei der SGD Darmstadt. Ferner absolvierte ich erfolgreich einen Fernlehrgang Ausbildung der Ausbilder am ILS in Hamburg. Ich war weiter gewerkschaftlich engagiert, wurde Vertrauensperson, Delegierter für die Aufsichtsratwahlen, Ersatzmitglied, dann Betriebsrat und wurde 2006 schließlich dessen Vorsitzender. Parallel übernahm ich als Tarifkommissions- und Ortsvorstandsmitglied der Eisenbahnergewerkschaft Transnet (jetzt EVG) Verantwortung. Noch heute vertrete ich die EVG beim DGB Stadtvorstand. Als Gewerkschafter, der sich für die Rechte der Beschäftigten engagiert hat man zwangsläufig auch einen Blick auf die politischen Entwicklungen. Als nach 2000 den Gewerkschaften ihr „natürlicher Partner“ in der Politik abhanden kam und die sozialen Probleme sich immer weiter verschärften, beschloss ich schließlich, mich auch politisch zu engagieren.

So kam ich vor zehn Jahren zur Linken (damals noch PDS). Über die Stationen Mitglied, später Vorsitzender der Stadtteilorganisation Krebsförden, Mitglied der LAG Betrieb & Gewerkschaft, Mitglied der LAG Junge Fraktion MV, Kreisvorstandsmitglied und Spitzenkandidat zur Kommunalwahl 2009 wurde ich dann Stadtvertreter, stellv. Fraktionsvorsitzender und 2011 auch Landtagsabgeordneter. 2014 benannte mich meine Partei zum Spitzenkandidaten für die Kommunalwahlen in der Landeshauptstadt. Seit Juni 2014 führe ich die Geschicke nun als Fraktionsvorsitzender. 2016 kandidierte ich erneut für den Landtag, verpasste jedoch den Wiedereinzug. Nach 8 Monaten als Gewerkschaftssekretär bei der EVG in Rostock, rückte ich aufgrund des Wechsels von Helmut Holter als Bildungsminister nach Thüringen erneut in den Landtag nach.